Moses Masaya (geb. 1947-1995)

JGeboren in Nyanga als Sohn eines Headman wuchs Moses Masaya in den Eastern Highlands auf und ging in der Anglican Mission School zur Schule. Frühzeitig kam er mit der Bildhauerei in Kontakt und wurde 1965 Schüler von Joram Mariga. Die Zusammenarbeit mit Mariga prägte nachhaltig seine künstlerische Entwicklung und die ästhetische Sprache seiner Werke.

Zwischen 1970 und 1974 war Moses Mitglied der von Mariga und Frank McEwen gegründeten und geleiteten Künstlergemeinde Vukutu, der auch herausragende Bildhauer wie Nicholas Mukomberanwa, Sylvester Mubayi, John und Bernard Takawira angehörten. Vukutu in der abgelegenen Berglandschaft der Eastern Highlands wurde in dieser Zeit zum zentralen Ort künstlerischer Innovation und experimenteller Arbeiten innerhalb der Shona-Kunstbewegung.

Die Werke Moses’ zeichnen sich durch eine komplexe Bildsprache und tiefgehende Symbolik aus, die traditionelle sozial-religiöse Moralvorstellungen der Shona-Kultur reflektiert. Seine Skulpturen sind geprägt von gestreckten Köpfen mit stilisierten, kantigen Formen, welche zentrale menschliche Erfahrungen illustrieren: etwa die Beziehung zwischen Mutter und Kind, eheliche Liebe, Geschwisterbindung sowie familiäre Zusammenhänge. Diese Themen spiegeln universelle menschliche Werte wider und verbinden sie mit kulturellen Kontexten.

Besonders hervorzuheben sind einige seiner Werke, die durch ihre hypnotisch wirkenden Augen eine innere spirituelle Kraft ausstrahlen. Diese mythisch stilisierten Steinköpfe eröffnen eine Dimension, die sowohl als Ausdruck persönlicher Innerlichkeit als auch als Manifestation kultureller Spiritualität verstanden werden kann. Darüber hinaus widmete sich Moses auch der Darstellung von Vogel- und Tiermotiven, die in seinem unverwechselbaren Stil ausgeführt sind und die Verbindung zur Natur hervorheben.

Zentrales Anliegen seiner künstlerischen Tätigkeit war es, die kulturellen Wurzeln und das Erbe seiner Vorfahren zu ehren. Dies gelang ihm durch die Umsetzung von Formen, die der Shona-Mythologie entlehnt sind, und die damit verbundene Symbolik im Medium Steinbildhauerei. Somit steuert Moses nicht nur einen Beitrag zur ästhetischen Dimension afrikanischer Kunst bei, sondern bewahrt zugleich die Identität und Glaubenswelt der Shona-Gemeinschaft.

Die internationale Anerkennung seiner Werke erlebte Moses insbesondere in den 1980er Jahren, als die Nachfrage nach seinen Skulpturen aus den Vereinigten Staaten, Deutschland, Belgien, Frankreich, Schweden, Dänemark und Großbritannien erheblich zunahm. Diese Rezeption unterstreicht die Bedeutung seiner Kunst sowohl im afrikanischen als auch im globalen Kontext.

Auswahl internationaler Ausstellungen:

1971 Sculpture Contemporaine des Shonas d´Afrique, Musée Rodin, Paris

1975 NSIA Gallery, Durban

1985 Stone Sculptures from Zimbabwe, Irving Sculpture Gallery, Sydney

1988 Matombo Gallery Exhibiting Artists, International Gallery Invitational, New York

1991 Spirit in Stone, The Cleveland Museum of Natural History, Cleveland

1995 Shona Sculpture from Zimbabwe, CCA Galleries, London

1998 Zimbabwe, Stenen Getuigenissen, Afrika Museum Tervuren, Tervuren

Skulpturen von Josiah Manzi

Head
Entstehungsjahr: 2006
Medium: Serpentin
Größe: H: 37cm, T: 29cm, B: 9cm
Preis: € 3.900,-

Provenienz: Sammlung Münkel

Metamorphosis
Entstehungsjahr: 1997
Medium: Serpentin
Größe: H: 61cm, T: 17cm, B: 15cm
Preis: n.z.V.

Provenienz: Sammlung Rohde & Rohde

Female Head
Entstehungsjahr: 1984
Medium: Serpentin
Größe: H: 40cm, T:30cm, B: 10cm
Preis: verkauft/sold

Provenienz: Sammlung Weiss

 

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