Die Stimmen der Nacht
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Die Stimmen der Nacht 〰️
Bronzeskulptur aus Benin City, Nigeria, ca. Mitte 20.Jh.
LESUNG und AUTORENGESPRÄCH in der
IMBA-GALERIE / GALERIE SHONA
MITTWOCH 18.11.2026, 19:30 (Einlass 19:00)
Von der (Ohn)Macht des Übersetzens:
Gastfreundschaft, Missverständnisse und Unterdrückung
Die nigerianische Autorin Tochi Eze im Gespräch mit ihrer deutschen Übersetzerin Agnes Krup
In ihrem Debütroman „Die Stimmen der Nacht“ (Pfaueninsel, 2026) verflicht Tochi Eze durch ein Jahrhundert die Geschichten zweier Familien. Von Generation zu Generation verändern und verfremden sich die Traditionen des Igbo-Landes, zunächst unter dem Trauma der britischen Herrschaft, dann in der Entwicklung des postkolonialen Nigeria. Die Autorin übersetzt Spiritualität in psychische Krankheit, Verwurzelung in Entfremdung.
Was bedeutet es für Tochi Eze, die mit Igbo und Englisch aufgewachsen ist, auf Englisch zu schreiben? Und wie übersetzt man aus der Sprache einer Kolonialmacht in die einer anderen, nämlich das Deutsche, ohne den Bezug zum Rhythmus jener sinnstiftenden Sprache zu verlieren, die dem Roman unausgesprochen zugrunde liegt?
Tochi Eze ist eine nigerianische Juristin und Autorin, die in Lagos, Enugu und an der University of Virginia in den USA studiert und unterrichtet hat. Sie lebt in London.
Agnes Krup ist Autorin und Übersetzerin in Berlin. Sie ist in Hamburg aufgewachsen und hat als Lektorin, Lizenzverkäuferin und Literaturscout lange in New York gelebt.
In Zusammenarbeit mit dem Verlag Pfaueninsel und mit großzügiger Unterstützung der Weltlesebühne e. V.
Begleitet wird die Lesung von einer Ausstellung mit Malereien und Skulpturen aus Nigeria und anderen Teilen Afrikas (Ausstellungszeitraum Mittwoch 18.11.2026 bis Samstag 28.11.2026)
Foto Tochi Eze © Amanda Maglione
Agnes Krup, © Nina Subin