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 Dominic Benhura (1968)

Dominic Benhura gehört zu den „Top Ten“- Bildhauern Zimbabwes. Zahlreiche Einzelausstellungen weltweit, nationale sowie internationale Ehrungen und Preise machen ihn zu einem der erfolgreichsten Künstler des afrikanischen Kontinents.

 Als Halbwaise lebte er zeitweilig in der Familie seines Onkels und wurde dort von seinem Cousin, dem etablierten Künstler Tapfuma Gutsa, an die Bildhauerei herangeführt. Im Alter von 12 verkaufte Dominic seine ersten Skulpturen an Architekten. Es folgten High School und Architekturstudium, gleichzeitig aber auch erste Ausstellungen im Rahmen der von ihm mitgegründeten Künstlergruppe Utongas, schließlich die Aufnahme in das Residenzprogramm von Chapungu Sculpture Park (1990-1995). In dieser Zeit kreierte er seine Pflanzenformen, wie den „Paw Paw Tree“ oder „Calabashes“, die er später zur meisterlichen Perfektion entwickelte und die zu einem seiner Markenzeichen wurden. Mit 27 zählte er bereits zu den bedeutendsten Vertretern der sog. „Zweiten Generation“.

 Was hat ihn zu diesem herausragenden Künstler gemacht? Vielleicht ist es seine Fähigkeit amorphe Materie lebendig erscheinen zu lassen wie bei seiner Skulptur „Leap Frogging“. Vielleicht ist es die Perfektion, mit der er dynamische Bewegung, wie bei „Swing me Mama“, in einer Momentaufnahme zu konservieren versteht. Vielleicht ist es seine wunderbare Beobachtungsgabe mit der er Alltagsszenen einfängt, sei es die Mutter, die mit ihrem Kind schimpft, oder Freunde, die ein Geheimnis austauschen.

 Seinen Figuren fehlt das Individuelle. Köpfe sind Halbkugeln ohne Gesicht, Hände nur angedeutet, Gliedmaßen holzschnittartig stilisiert. Durch diese Reduktion bewirkt Dominic Benhura beim Betrachter die Konzentration auf das Situative. Nicht das Individuum steht bei seinen figurativen Kompositionen im Vordergrund, sondern die Interaktion.

 Oft wird der Betrachter durch den hintergründigen Witz der Darstellungsweise eingefangen, manchmal auch vom Gegenteil, von der Trauer, die man beim Anblick der Skulptur „Our HIV-Friend“ empfindet. Dominic Benhuras Skulpturen sprechen eine universell verständliche Sprache.

Auswahl internationaler Ausstellungen:

Millesgarten Museum, Sales exhibition, Schweden, 1990; Yorkshire Sculpture Park, Sales Exhibition, UK, 1990; Expo 1992, Sevilla, Spanien, 1992; 1992, Sculpture in the Park, Loveland, Colorado, USA; Steinsculpturen aus Zimbabwe, Trinkaus und Burkardo, Düsseldorf, 1992; Sparkasse, Wuppertal, 1992; Helsinki, Finland 1992; Galerie Im Schlossgarten, Gaungeloch, Deutschland, 1992; Chapungu Sculpture Park annual resident artist exhibition, Zimbabwe, 1993; Sculpture in the Park, Loveland, USA, 1993; The second generation, Millfield School, Somerset, UK, 1994; Chapungu Sculpture Park annual resident artist exhibition, Zimbabwe, 1994; Sculpture demonstration, Shona Sol Gallery, Sante Fe, USA, 1995; The Second Generation, Galerie Im Schlossgarten, Gaungeloch, Deutschland, 1995; Chapungu Sculpture Park annual resident artist exhibition, Zimbabwe, 1996; Barbara Ackerman gallery, LA, Califonia, USA, 1996; Annual Heritage, National Gallery of Zimbabwe, 1996; Einzelausstellung, Stone Gallery, Holland, 1996; Einzelausstellung, Chapungu Gallery, Zimbabwe, 1997; Einzelausstellung, Alden Biesen, Belgien, 1997; Einzelausstellung, Melbourne Flower show, Australien, 1999; Einzelausstellung, Standard Chartered Bank Arts Festival, Südafrika, 1999; Einzelausstellung, Kubatana Gallery, USA, 2000; Einzelausstellung, Expo, Hannover, Deutschland, 2000; Native Accents Galleries, Florida, USA, 2001; Einzelausstellung, Zuva Gallery, USA, 2001; Cornel Museum Delray Beach, 2001; Einzelausstellung, International Hampton classic Horse show, Bridge, USA, 2001; Einzelausstellung, Munhumutapa Gallery, Südafrika, 2002; Einzelausstellung, Zuva gallery, USA, 2002; Einzelausstellung, Phoenix botanical gardens, USA, 2002; Einzelausstellung, Native Accents Gallery, USA, 2002; Einzelausstellung, Native Accents Galleries, USA, 2003; Einzelausstellung, Rice Lakeshow, Canada, 2003; One man show, Johanes Larsen Museum, Dänemark, 2004; One man show, Berlin Botanischer Garten, Deutschland, 2004; One man show, Kuaba Gallery, Indiana, USA, 2004; Denver Botanical Garden, Colorado, USA, 2004; Savanna 99 Gallery, Cape Town, Südafrika, 2004; Spirit in Stone, Holland, 2004; United Nation Peace Exhibition, National Gallery of Zimbabwe, 2004; Harare Biennale, National Gallery of Zimbabwe, 2004; One man Show, Zuva Gallery, Arizona, USA, 2005; Einzelausstellung Leiden, Niederlande, 2008;USA 2012; Wild Geese Art Fesival, Harare, Zimbabwe, 2013; Stockholm, Schweden, 2015; Donnie Wise Galery, Laguna Beach, USA, 2015 Showcase Gallery, Dubai 2020

Skulpturen von Dominic Benhura

Joy
Entstehungsjahr: 2014
Medium: Springstone/Dolomite
Größe: H: 55cm, T: 13cm, B: 30cm
Preis: € 2.700,-

Twittering
Entstehungsjahr: 2005
Medium: Springstone
Größe: H: 58cm, T: 36cm, B: 10cm
Preis: € 2.900,-

 
 

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