Die Kunst

 

Die zeitgenössische Shona-Bildhauerei kann europäische Einflüsse nicht verleugnen. Sie hat aber ihren eigenen, eigenwilligen und ergreifenden Ausdruck erhalten, ist als Kunstform nicht traditionell verankert, sondern als reine Kunst, quasi als “ l´art pour l´art “entstanden. Sie grenzt sich deshalb auch gegenüber traditioneller afrikanischer Kunst ab, die man aus Völkerkundemuseen kennt.

 

Die Skulpturen sind Botschafter afrikanischer Gedankenwelten. In einigen Werken manifestieren sich über Generationen mündlich überlieferte Mythen des Volkes der Shona. Dabei greifen viele der älteren Bildhauer das Religiös-Spirituelle ihrer Kultur auf, beschreiben zum Beispiel welchen Einfluss die Ahnengeister und Seelen der Verstorbenen auf das Dasein der Lebenden nehmen können. Die jüngere Generation zimbabwischer Künstler widmet sich auch gegenwartsbezogenen Themen. Bei allen Werken zeigt sich die Seelenverwandtschaft zwischen dem Künstler uns seinem Medium, die der bedeutendste Bildhauer Zimbabwes, Nicholas Mukomberanwa, einst als einen Dialog mit dem Stein verstand.

 

Inzwischen haben sich zahlreiche Publikationen der Entwicklung dieser Kunstrichtung, den dargestellten Themen sowie den verwendeten Steinmaterialien gewidmet..